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Szenario 1: Austrittsabkommen, Szenario 3: Verlängerung der Austrittsfrist und Szenario 4: Rücktritt vom Brexit

Die europäischen Verordnungen sind in diesen drei Szenarien auch über den 29.03.2019 anwendbar.

Sollten die europäischen Verordnungen (ggf. vorübergehend) weiter anwendbar sein, so gelten in Bezug auf die Leistungsinanspruchnahme von im Vereinigten Königreich versicherten Patienten/innen in Deutschland keine Besonderheiten gegenüber anderen Mitgliedstaaten. Nähere Informationen zur vertrags-(zahn)ärztlichen und stationären Versorgung sowie zum Informationsportal EHIC/PEB finden Sie hier. Da in diesen Fällen das bereits jetzt geltende Recht weiterhin maßgeblich ist, gehen wir in den folgenden FAQs zum Thema Brexit nicht auf diese Szenarien ein.

Szenario 2: Ungeordneter Austritt (No Deal-Brexit)

Die europäischen Verordnungen sind ab dem 30.03.2019 nicht mehr anwendbar, weil weder ein Austrittsabkommen geschlossen noch eine Verlängerung der Austrittsfrist oder ein Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU beschlossen wurde:

Wie gehe ich mit Patientinnen und Patienten um, die nach dem 29.03.2019 mit einer im Vereinigten Königreich ausgestellten Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) oder provisorischen Ersatzbescheinigung (PEB) in der Praxis vorstellig werden?

Ab dem 30.03.2019 ist eine Abrechnung der Behandlung auf Basis der im Vereinigten Königreich ausgestellten EHIC bzw. PEB nicht mehr möglich. D.h. die betroffenen Patientinnen und Patienten müssen das Arzthonorar auf Basis der GOÄ privat bezahlen und auch Arznei-, Heil- und Hilfsmittel können nur auf Privatrezept verordnet werden.

Wie gehe ich mit Patientinnen und Patienten um, die nach dem 29.03.2019 mit einem Nationalen Anspruchsnachweis, auf dem der Versicherungsstaat Vereinigtes Königreich eingetragen ist, um eine geplante Behandlung nachsuchen?

Ab dem 30.03.2019 ist die Abrechnung einer geplanten Behandlung auf Basis des Nationalen Anspruchsnachweises für Patientinnen und Patienten, die im Vereinigten Königreich versichert sind nicht mehr möglich. Die deutschen Krankenkassen sind über den Sachverhalt informiert und sollten für die genannte Personengruppe keinen Nationalen Anspruchsnachweis ausstellen, der über den 29.03.2019 hinaus gültig ist. Dennoch empfehlen wir hier eine entsprechende Prüfung Ihrerseits.

Wie gehe ich mit Patientinnen und Patienten um, die nach dem 29.03.2019 mit einer im Vereinigten Königreich ausgestellten Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) oder Provisorischen Ersatzbescheinigung (PEB) bei uns eingeliefert bzw. vorstellig werden?

Ab dem 30.03.2019 ist eine Abrechnung der Behandlung auf Basis der im Vereinigten Königreich ausgestellten EHIC bzw. PEB nicht mehr möglich. Wir empfehlen Ihnen daher die Patientinnen und Patienten darüber zu informieren, dass die Krankenhauskosten privat zu begleichen sind und ggfs. einen entsprechenden Behandlungsvertrag abzuschließen.

Wie kann ich Leistungen für Patientinnen und Patienten abrechnen, bei denen die Behandlung vor/am 29.03.19 auf der Basis einer im Vereinigten Königreich ausgestellten Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) oder Provisorischen Ersatzbescheinigung (PEB) begonnen wurde und nach dem 30.03.2019 endet?

Alle stationären Leistungen, die bis einschließlich zum 29.03.2019 auf Basis einer im Vereinigten Königreich ausgestellten EHIC bzw. PEB erbracht werden, können nach dem bekannten Verfahren abgerechnet werden. Für alle an und nach dem 30.03.2019 erbrachten stationären Leistungen ist eine Abrechnung der Behandlung auf Basis der im Vereinigten Königreich ausgestellten EHIC bzw. PEB nicht mehr möglich.

Für die Abrechnung empfehlen wir Ihnen daher dringend eine Aufteilung der Rechnungen in die Leistungszeiträume bis zum 29.03.2019 und nach dem 30.03.2019. Die Leistungen bis zum 29.03.2019 können Sie sodann nach dem gewohnten Verfahren mit den deutschen Krankenkassen abrechen. Leistungen ab dem 30.03.2019 sind vom den Patientinnen und Patienten privat zu begleichen.